über mich

Fakten: Geboren bin ich in Reutlingen, aufgewachsen in Frankfurt und seit über zwanzig Jahren lebe ich mit Mann, drei -inzwischen erwachsenen- „Kindern“, einem Hund, acht griechischen Landschildkröten und einer wechselnden Anzahl von Meerschweinchen in einem idyllischen Ort im Main-Taunus-Kreis.

Fiktion: Geschichten haben mich meine gesamte Kindheit und Jugend hindurch begleitet. Die damals üblichen Sonntagsspaziergänge mit meinen Eltern fand ich so langweilig, dass ich mich fortgeträumt habe. Statt durch den Taunus zu laufen, ritt ich mit Winnetou über die Prärie, begleitete Jack London nach Alaska, oder ging mit der „Nautilus“ auf Tauchgang. Ich glaube, ich habe meine halbe Kindheit in einer „Parallelwelt“ zugebracht. Der Satz: „Kind, wo bist du schon wieder mit deinen Gedanken“, war wohl der, den ich damals am häufigsten gehört habe. Irgendwann kam der Wunsch dazu, die Geschichten aufzuschreiben und eigene zu erfinden. So fing es an. Am Anfang schrieb ich hauptsächlich Tiergeschichten, inspiriert von Büchern wie Jack Londons „Wolfsblut“ und Walter Farleys „Blitz, der schwarze Hengst“.

Meine ersten Tiergeschichten schrieb ich auf alte Telex-Rollen, die meine Mutter aus dem Büro mitbrachte, da ihr mein Papierverbrauch zu hoch war.

 

Mein erster (niemals fertiggestellter) "Roman". Über eine aus dem Nest gefallene Kohlmeise, die wir im Wald gefunden und aufgezogen haben. Das war 1968. Cover und Titel stammen natürlich auch von mir.

 

In der Pubertät wurden es dann Liebesgeschichten, natürlich flossen da eigene „Erfahrungen“ mit ein.

Anfang zwanzig packte mich das Fernweh. Ich machte eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau und war die nächsten Jahre beruflich und privat viel unterwegs. Zum Schreiben blieb keine Zeit mehr.
Als ich Anfang dreißig war, wurden unser Sohn und zwei Jahre später unsere Zwillingstöchter geboren. Mit drei kleinen Kindern war ich so eingespannt, dass ich noch nicht mal zum Lesen kam. Ans Schreiben dachte ich schon lange nicht mehr.

2011 machte unser Sohn Abitur, unsere Töchter waren in der Oberstufe und ich räumte einen  Schrank im Keller aus. In einem Aktenkoffer fand ich meine alten handgekritzelten Tiergeschichten und auch die auf der alten „Adler“ meines Vaters getippten Geschichten, die ich bis Anfang zwanzig verfasst hatte. Die meisten trieben mir die Schamröte ins Gesicht, sie waren so kitschig und schlecht geschrieben, dass ich sie ganz schnell entsorgte. (Heute tut mir das leid!)

Aber ein paar Ideen fand ich ganz gut, unter anderem die Grundidee zu „Die Sehnsucht der Albatrosse“, die ursprünglich auf einem Piratenschiff angesiedelt war.  Eine Piratengeschichte war das Letzte, was ich schreiben wollte, doch die Geschichte musste auf einem Schiff spielen. Ich erinnerte mich, dass ich auf einer unserer Reisen nach Vancouver und Vancouver Island auf die Geschichte von Alexander MacLean und die Robbenfänger von Victoria gestoßen war, die mich fasziniert hatte.
Damit hatte ich ein Setting. Ich begann zu schreiben, nur für mich, ohne an eine Veröffentlichung zu denken.

Robben bei Tofino auf Vancouver Island
... aus dem Flugzeug 1998 fotografiert.

 

Ich merkte schnell, dass mir für eine glaubwürdige Geschichte jede Menge Hintergrundwissen fehlte. Im ersten Jahr habe ich mehr recherchiert als geschrieben.

Bei diesen Recherchen stieß ich auf das Deutsche Schriftsteller Forum (DSFo) - und wurde „süchtig“. Ich verbrachte Stunden mit dem Lesen anderer Texte, beteiligte mich an der Textarbeit und stellte schließlich eigene Texte ein. Die ersten Rückmeldungen waren ernüchternd, doch da hatte mich schon der Ehrgeiz gepackt. Ich überarbeitete das Manuskript, holte die Meinung von Testlesern ein, überarbeitete wieder. Inzwischen steckte zu viel Arbeit in der Geschichte, um sie zu den anderen in den Aktenkoffer zu legen, ich begann über eine Veröffentlichung nachzudenken.

Die nächste Ernüchterung folgte. „Das erste Manuskript ist für die Schublade“, sagten mir die erfahrenen Autoren. „Damit findet man keine Agentur oder einen Verlag. Schreib einfach was Neues.“
Aber ich wollte nichts anderes schreiben, die „Albatrosse“ waren mein Herzensprojekt.

Inzwischen waren die Rückmeldungen der Testleser sehr positiv, also schickte ich im Sommer 2013 Exposé und Leseprobe zunächst an drei große Agenturen. Nach einer Woche forderte eine Agentur das Gesamtmanuskript an. Ich schwebte im siebten Himmel. In meinen Träumen sah ich mein Werk bereits in den Buchläden ausliegen.

Doch zunächst passierte gar nichts und ich lernte, dass Geduld wohl die größte Tugend auf dem Weg zur Veröffentlichung ist. Nach drei Monaten kam dann endlich die Rückmeldung in Form einer „Radio-Eriwan“ Antwort: Im Prinzip ja – aber …

Das Setting gefiel, der Schreibstil gefiel, aber die Geschichte ließ sich nicht eindeutig einem Genre zuordnen. Zu wenig Liebe für einen Liebesroman, die falsche Zeit für einen historischen Roman, die falsche Gegend für Love and Landscape. Vielleicht wenn ich den Anfang umschreiben würde …
Ich schrieb einen neuen Anfang und wartete wieder. Es war Januar 2014. Zwischenzeitlich hatte ich von anderen Agenturen Absagen erhalten, aus den gleichen Gründen.

Im März 2014  hatte mich die Agentur zwei Mal vertröstet, sie wären noch nicht dazu gekommen, den neuen Anfang zu prüfen. Ich dachte mir, echtes Interesse sieht anders aus, verabschiedete mich von dem Traum vom Großverlag, und beschloss, es bei Kleinverlagen direkt zu probieren. Durch Zufall stieß ich auf eine Pressemitteilung, dass Harlequin Enterprises (in Deutschland bekannt durch Mira Taschenbuch und CORA) mit dem Ebook Imprint Books2read startete.
Ich schickte Exposé und Manuskript und bekam drei Wochen später die Zusage: Books2read wollte die „Albatrosse“ publizieren.Im Juli 2014 war es dann soweit: „Die Sehnsucht der Albatrosse“ erschien.

Ein Jahr später erschien die Fortsetzung der Geschichte „Das Geheimnis des Nordsterns“.
Zur Zeit arbeite ich an einer Geschichte, die in Italien um 1834 spielt, und da mich der Schauplatz Kalifornien und die Zeit des Goldrauschs um 1850 faszinieren, schwirrt schon das nächste Projekt in meinem Hinterkopf. Langweilig wird es mir in den nächsten Jahren wohl nicht werden.